Berichte

Rettet den Oldie: Unsere Klepper Fam

Unsere Klepper Fam liegt auf dem Trockendock Ein wenig sparsam wurde schon geschaut, als wir uns im Frühjahr 2006 zum Ortstermin am Winterlager unserer Biga einfanden. Bei herrlichen Frühlingstemperaturen und Sonnenschein, strahlte die Halle noch Eiseskälte ab. An Schleif- und Lackierarbeiten war an dieser Stelle also nicht zu denken und so wurde schnell beschlossen die Restaurierungsarbeiten auf dem Vereinsgelände am Bootshaus fortzusetzen. Und das nicht ohne Anfangsschwierigkeiten, denn wie stellt man ein Boot hin, wenn man mühelos am Unterwasserschiff arbeiten will? Aufbocken? Zu hoch! Auch der Versuch, die Biga auf eine alte Matratze zu legen scheiterte. Das Boot wollte nicht zur Seite rollen. Am zweiten anberaumten Arbeitswochenende konnten wir auf das profunde Fachwissen der anwesenden Vorstandsmitglieder zurückgreifen.
Boot in die Gurte hängen, mehrmals hintereinander auf alte Reifen ablassen, Gurte nachschieben und der Clou: Wenn das Boot 90 Grad Schlagseite hat, werden die Gurte auf eine Seite gehängt. Nach einmaligem Anheben dreht sich die Fuhre fast automatisch auf den Kopf. Ablassen, fertig! Darauf muss man erstmal kommen.
Die anschließenden Schleif- und Lackierarbeiten waren eine nicht zu unterschätzende Arbeit. Zu spüren bekamen das vor allem Ulrike, Hermann, Michael, Lars, Lothar, Thomas, Ralf, Eva, Henning, Ingo und natürlich auch diejenigen, die uns mit Speis und Trank unterstützt haben. Die aufgewendeten Arbeitsstunden dürften inzwischen weit im dreistelligen Bereich liegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Rumpf ist fertig grundiert, das Unterwasserschiff trägt neues Antifouling und der Rumpf präsentiert sich im neuen, blauen Gewand.
Aber, noch ist die Fam nicht fertig. Sobald die ersten Frühlingstage mehr als 16° Grad auf dem Thermometer bringen, kann weiter gearbeitet werden. In erster Linie wäre da der weiße Strich am Unterwasserschiff noch zu lackieren, dann folgen Fein-Schleifarbeiten am Spiegel, Vorschiff und Cockpit bevor auch diese Bereiche grundiert und lackiert werden können. In der Zwischenzeit müsste eigentlich auch eine neue Scheuerleiste vorhanden sein. Die Fam-Klassenvereinigung war endlich so gütig uns für einen bescheidenen Beitrag aufzunehmen. Darüber hinaus erhielten wir das langersehnte Handbuch mit den Ersatzteil-Bezugsadressen. Und man muß sagen: Hat sich gelohnt, denn neben den Adressen, stehen viele nützliche Tipps drin!
Und die sind wirklich nötig, denn das Schul- und Tourenboot soll auch einen neuen Innenausbau erhalten. Herausnehmbare Holzelemente für ein Mindestmaß an Komfort und Gemütlichkeit sind geplant. Bei moderaten Temperaturen wird übrigens auch die Arbeitsgruppe "Trailer" aktiv und wird den fahrbaren Untersatz der Fam nicht nur reparieren, sondern auch tüven.